Installation für Dia, Super-8

und Ton

 

 

 

Die Installation setzt sich zusammen aus 3 Diaprojektoren, einem Super-8-Filmprojektor 

und einer (teilweise) selbstgebauten Soundanlage.

In der derzeitigen Anordnung bestrahlen die Projektoren einen kleinen 

Kunststoffwürfel (Seitenlänge ca. 13 cm).

Die Diareihe besteht aus zersetztem, kopiertem und gemaltem 

Material; der Filmprojektor zeigt ein durch Schimmelbefall verändertes Bandstück 

in Endlosschleife.

 

Gedanken zur Film- und Toninstallation :

Veränderung der Wahrnehmung durch Gegensätzliche visuelle und optische Reize.

 

Stille steigert die Fähigkeit, den darauffolgenden Klang genauer, sehr leise Geräusche

 überhaupt erst zu hören.

Umgekehrt führt hoher Lärmpegel, Überreizung und Überflutung mit Informationen 

( akustisch wie optisch ) zu einer Desensibilisierung. Leise Töne, optische Details, 

können kaum mehr wahrgenommen werden, weil die Sinne notgedrungen „zumachen".

 

Ich möchte nun versuchen, durch wechselnde Reizintensitäten die Wahrnehmungs-

fähigkeit zu steigern.

 

Auslöser dieser Gedanken und Versuche war ein Kinoerlebnis. Ich sah mir ungefähr 

eineinhalb Stunden lang Kurzfilme ohne Ton an. Bis auf leises Rascheln und Hüsteln 

war nichts zu hören. Als ich anschließend wieder auf die Straße trat, schien mir, als 

schwebte ich einen Meter über dem Boden und mein Gehör war höchst empfindlich. 

Die Straßengeräusche waren überdeutlich, das Alltagsrauschen klang völlig neu. 

Die Töne der Stadt, die ich sonst schon lange nicht mehr aufnahm, sog ich nun gierig 

und genussvoll ein.

 

Christian Klauser

 

 
 
 
 
 

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